Auf den Spuren der hl. Maria Goretti: Corinaldo und Nettuno

Wer die Lebensorte der hl. Maria Goretti besuchen möchte, sollte vor allem zwei Heiligtümer einplanen. In ihrer Geburtsstadt Corinaldo befindet sich das Santuario di Santa Maria Goretti. Das 2026 nach einer Restaurierung wiedereröffnete Heiligtum bewahrt eine Reliquie der Heiligen; hier befinden sich außerdem die Gräber ihrer Mutter Assunta und Alessandro Serenellis. Etwa einen Kilometer außerhalb des historischen Zentrums liegt Mariettas Geburtshaus in der Contrada Pregiagna. Dort sind noch originale Einrichtungsgegenstände der Familie erhalten; ein Pilgerzentrum mit Parkmöglichkeiten für Autos und Busse befindet sich unmittelbar daneben.

Das zweite und bedeutendste Ziel ist die Basilica of Our Lady of Graces & St. Maria Goretti in Nettuno. Hier werden die sterblichen Überreste Maria Gorettis verehrt. Von Nettuno aus lohnt sich außerdem der Weg nach Le Ferriere zur Cascina Antica, wo die Familie Goretti lebte und Maria 1902 tödlich verletzt wurde. Bis heute findet Anfang Juli ein etwa zehn Kilometer langer Fußpilgerweg vom Heiligtum in Nettuno nach Le Ferriere statt.

Öffnungszeiten: Das Heiligtum in Corinaldo ist derzeit täglich ungefähr 7.30–19.30 Uhr geöffnet; die Tourismusinformation nennt allgemein eine Öffnung der Kirchen bis etwa 19 Uhr im Sommer und 18 Uhr im Winter. In Nettuno ist die Basilika derzeit täglich 7.00–12.30 Uhr und 15.00–19.00 Uhr geöffnet. Da sich Gottesdienst- und Öffnungszeiten ändern können, empfiehlt sich vor einer längeren Anreise eine aktuelle Kontrolle.

Für eine Wallfahrt ist besonders die Zeit um den 6. Juli, den Gedenk- und Todestag Maria Gorettis, geeignet. In Corinaldo finden dann besondere Gottesdienste, Prozessionen und eine abendliche Wallfahrt zum Geburtshaus statt; in Nettuno gehört der Fußweg nach Le Ferriere zur jährlichen Tradition. Wer die Orte dagegen in größerer Ruhe besuchen möchte, sollte die Festtage meiden und einen Werktag im Frühjahr oder Herbst wählen.

Für eine umfassende Maria-Goretti-Wallfahrt bietet sich daher die Reihenfolge Corinaldo – Geburtshaus – Nettuno – Le Ferriere an: von ihrer Geburt und Kindheit über die letzten Lebensjahre bis zu ihrem Grab. Für Gruppen empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung, besonders wenn eine eigene Messe oder eine Führung gewünscht wird.

Santuario di Nostra Signora delle Grazie e Santa Maria Goretti, Nettuno

(Foto: Albarubescens / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

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Benedikt XVI. über Maria Goretti