Johannes Paul II. zum 100. Todestag Maria Gorettis
Zum 100. Todestag der hl. Maria Goretti richtete Papst Johannes Paul II. am 6. Juli 2002 eine Botschaft an den Bischof von Albano. Darin erinnert er an Marias einfachen, aber tiefen Glauben, ihre Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen und ihre Verwurzelung in einer christlich geprägten Familie. Ausdrücklich greift Johannes Paul II. die traditionelle Bezeichnung Pius’ XII. auf, der Maria als die „kleine und sanfte Märtyrerin der Reinheit“ bezeichnet hatte. Zugleich legt der Papst einen besonderen Akzent auf ihre Vergebung gegenüber Alessandro Serenelli. Ihren Wunsch, ihrem Mörder zu vergeben und ihn im Paradies wiederzusehen, bezeichnet er als eine „spirituelle und soziale Botschaft von außerordentlicher Bedeutung“. Maria Goretti erscheint in der Botschaft damit nicht nur als Märtyrerin, sondern auch als Zeugin der Barmherzigkeit und Vergebung. Besonders den Jugendlichen stellt Johannes Paul II. sie als Vorbild eines konsequent aus dem Evangelium gelebten Glaubens vor.
Papst Johannes Paul II., 1988
(Foto: Gregorini Demetrio / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; Ausschnitt)